Hilferuf aus Dänemark (14Sept.2016)

20. März 2019 0 Von Matthias Kray
Hilferuf aus Dänemark (14Sept.2016)

Hilferuf aus Dänemark…..


Oder auch, ein Unglück kommt selten alleine, Gerät abgesoffen, total falsche Stelle und trotzdem ein Top-Erfolg mit anschließendem Mega-Stau bei der Heimfahrt auf der Autobahn!!!
So die Kurzform der Story 😉

Aber von Anfang an…vor zwei Tagen kam Abends ein Hilferuf aus Dänemark in der Aktivsucher-Zentrale rein.
Ein schwerer Ehering aus Weißgold, war im Wasser verloren gegangen.
Ich habe sofort unseren fleißigen Kollegen aus Tondern-DK informiert und alle Daten übermittelt.


Dabei ging schon die erste Sache schief. Ich hatte aus versehen, einen Zahlendreher am Ende der Telefonnummer geschickt…Shit!
Durch die Einschulung unseres Enkels, war ich an dem Tag nicht erreichbar …blöd (aber wer kann das vorher ahnen?!)


Unser Kollege aus DK, Mogens H. für trotzdem die 190 km zur besagten Unglücksstelle und hatte es auf eigene Faust versucht, den Ring zu bergen.
Dann passierte auch schon, dass nächste Unglück, sein AT-Pro (eigentlich bis 3 m wasserdicht) ist bei dem dritten Signal einfach abgesoffen!!! TILT!!!..Nix geht mehr 🙁


So musst er unverrichteter Dinge, wieder nach Hause fahren, da er weder Frau W. noch mich erreichen konnte! …Das war es dann erst einmal…GNÜMPF!
Als ich Nachmittags, von der Einschulung, nach Hause kam, war mein SMS Konto voll mit Nachrichten… “Ach Du Schreck”!!!


Mogens versuchte noch in den Dänischen Facebook-Gruppen einen Ersatz-Mann mit Unterwasser-Equipment zu finden…Leider vergebens 🙁
Tja, und da wir in ganz Schleswig-Holstein auch keine Mitglieder mehr haben, die hätten helfen können….


Mussten Ute und ich die knapp 300 km Fahrt auf uns nehmen um zu helfen.
Heute Morgen kurz nach 5 Uhr sind wir dann in Hamburg los und kamen so gegen 8,30 Uhr in DK an. Frau W. hatte schon den möglichen Bereich am Strand markiert und wir legten sofort los…Umziehen, Geräte klar gemacht und rein in die dort echt kalte Ostsee…

Nach gut drei Stunden Suche, mussten wir eine Zwangs-Kaffeepause machen, die ersten Kälte-Krämpfe stellten sich bei mir ein, den ich war nur mit dem Shorty drin und Ute hatte den langen Anzug an!
Mein Gefühl sagte mir auch, dass wir nicht an der richtigen Stelle suchen, sonst hätte wir ihn längst gefunden…


Also noch einmal alles durch geschnackt und dann wieder rein, dieses mal aber 10,Meter weiter nach links und siehe da, nach der vierten Bahn…
Bääääm …da ist der Ehering,…KLASSE! …Jubel…Freu…endlich die Erleichterung…Auftrag erledigt!!!


Da Frau W. dienstlich in DK kurz noch einmal weg musste, freuten Ute und Ich mich erst mal alleine über den Erfolg 😉
10 Minuten später kam Frau W. wieder zurück und wir machten uns einen kleinen Scherz, dass wir keinen Sinn mehr darin sehen würden, weiter zu suchen!


Das Entsetzen war ihr wie ins Gesicht gemeißelt… das tat uns dann doch leid und ich streckte ihren Ring hervor…
Das hättet Ihr erleben sollen!!!…Was für eine riesige Freude…unbezahlbar so eine Situation. Das ist es, was uns immer wieder anspornt, weiter zu machen…


Das wir dann auf der Rückfahrt kurz vor Schleswig, wegen eines verunglückten Gefahrgut-Transporters 3.Stunden auf der voll gesperrten Autobahn standen, war dann nur noch halb so schlimm. Denn wir waren Glücklich wieder einen Menschen glücklich gemacht zu haben!!!
In diesem Sinne…Fundreiche Grüße euer
SOS-Ringfinder-Aktivsucher-&-Hansegold-Jäger-Team