SOS-Ringfinder rettet den Quatrokopter aus dem Jenfelder Moor (Okt. 2014)

13. März 2019 Aus Von Matthias Kray
SOS-Ringfinder rettet den Quatrokopter aus dem Jenfelder Moor (Okt. 2014)

Bericht vom: 26.10.2014 SOS-Ringfinder rettet den Quatrokopter aus dem Jenfelder Moor

Dieser Auftrag ist zwar schon ein paar Wochen her, dennoch will ich sie euch nicht vorenthalten…
Es sollte ein schöner Flugtag mit dem selbst gebautem Quatrokopter, über dem Jenfelder Moor-See werden. Das Wetter war schön und sonnig und alles schien perfekt zu funktionieren, denn das Fluggerät wurde mit sehr viel hochwertigen kostspieligen Bauteilen bestückt.

An Bord befanden sich auch ein paar hochwertige Kameras, die alles aufzeichnen sollten. Doch dann kam es plötzlich ganz anders…Durch die Sonnenreflexionen wurde gar nicht bemerkt, wie tief das Fluggerät schon über dem See geflogen ist. Dann gab es einen kurzen Druckabfall und das gute Stück fiel in den See und versank in Sekundenschnelle

…Es blieb nur noch eine Rauchwolke und der Geruch von verschmorten Elektronik-Bauteilen. Schnell die Klamotten ausgezogen und versucht im eiskaltem Wasser mit den nackten Füßen versucht das Teil zu ertasten…aber nach ca. 1,5 Stunden wurde die Suche erfolglos abgebrochen!

Man bemühte nun das Internet nach einer Lösung und fand Aktivsucher-Ostsee…Kai S. er hatte mich sofort informiert und wir nahmen Kontakt auf. Da ich schon hörte, das der See sehr verschlammt ist, nahm ich noch eine Rettungsleine mit, sicher ist sicher!


Am nächsten Tag trafen wir uns dann um den ersten Rettungsversuch zu starten.
Der See war tatsächlich sehr schlammig, aber nur die ersten 10-15 Meter, dann wurde es weniger und man bekam immer mehr festen Boden unter den Füßen…ca. 30 Meter vom Ufer weg, kam endlich ein passendes Signal und nach dem vorsichtigem abtasten mit der Spule meines Detektors, war ich mir sicher, dass müsste der Quatrokopter sein!

Das Jenfelder Moor ist hier zu sehen
Das Jenfelder Moor ist hier zu sehen

Auf dem Weg dorthin hatte ich einiges an Schrott (Bierdosen, Eisenstangen und Blech) gefunden.
Nun ging es um die Bergung, dass war schon etwas kniffeliger, denn einen Unterwasser-Scoop konnte man hier ganz gewiss vergesse! Ich hatte meinen Gardena-Greifer mitgenommen, aber der Flieger wollte nicht so, wie ich das wollte. Also gut, ich schob vorsichtig die Spule unter das Fluggerät und zusammen mit dem Greifer hob ich dann alles zusammen hoch…Puhhh geschafft!!!


Dann habe ich noch etwas den ganzen Schlamm abgespült und ab an Land… Die Freude war riesig denn er hatte immerhin viele Stunden Arbeit und sehr viel Geld in diesen Flieger hineingesteckt.

Wir haben dann noch eine ganze Weile gefachsimpelt und ein paar Fotos für euch geschossen. Das war mal wirklich eine außergewöhnliche Aktion mit Happy End!!!
Gruß Matze